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Gastautoren

Unsere Sprache lebt....

zu diesem Thema erreicht uns ein Beitrag unserer Gastautorin. Schreiben Sie uns dazu Ihre Meinung!!!
von mk/ct
© mk

Unsere Sprache ist nicht tot - sie lebt und entwickelt sich immer weiter.
Wörter verschwinden und neue kommen hinzu.
In der heutigen Zeit findet man keinen Mumpitz, Schabernack, Firlefanz, Henkelmann, Kokolores, Rabauken und Luftikus mehr, nur noch in alten Büchern. Auch sind viele Sprichwörter nicht mehr anwendbar, wie zum Beispiel der gefallene Groschen, der durch die Umstellung dem Euro zum Opfer fiel.
Ja, unsere Sprache ändert sich, denn statt Stöckelschuhe finden wir High Heels cool und im Internet gibt es Blogger mit postings, dort kann jedermann ohne großes Rumeiern seine Meinung liken.
Die meisten Wörter gehen still und leise aus unserem Sprachgebrauch, weil sie keiner mehr verwendet. Aber manche davon wurden für unerwünscht erklärt, weil sie rassenfeindlich oder politisch unkorrekt waren.
Fasst jedermann hat sie gerne gegessen, die Negerküsse oder Mohrenköpfe. Als solche wurden sie aus den Regalen verbannt und kamen als Schaumküsse wieder. Zigeunerschnitzel strich man von den Speisekarten und werden nun unter einem anderen Namen auf den Tellern serviert. Bücher, besonders altbekannte, wurden aus den Regalen genommen und manche wurden umgeschrieben, weil Wörter darin vorkamen, die nun verpönt sind. -

Wenn ich in neuester Zeit unserem Apotheker oder seiner Frau begegne, weiß ich nicht mehr, wie ich sie anreden soll oder darf, denn das Wort Mohr ist unerwünscht, aber nun heißen diese beiden Menschen nun einmal „Mohr„ mit Nachnamen.
Und ich frage mich, wie es diesen beiden damit geht, wie sie das verarbeiten und verkraften?
Nun soll auch das Wort - Schwarzfahren - aus dem Sprachgebrauch verschwinden.
Wenn das Wort "Schwarzfahren" nun auch unerwünscht ist, nicht weil man ohne gültigen Fahrschein fährt, sondern weil das Wort - Schwarz - darin vorkommt, wird nun die Farbe Schwarz umbenannt und wie ist es mit all den Menschen, die Schwarz mit Nachnamen heißen?

Ja, unsere Sprache lebt... und wir mit ihr...

Anmerkung der Redaktion:
Gerne können Sie uns zu diesem Thema Ihre Meinung schreiben, die wir dann hier auf Wunsch  nur mit Ihren Initialen veröffentlichen. Hier geht´s zur eMail-Adresse.

Dazu schreibt uns P.H.
Dieser Artikel ist mir aus dem Herzen geschrieben.
Es fing ganz langsam an, nahm gerade bei den „Gebildeten und die, die sich dafür halten“ tüchtig Fahrt auf und plötzlich scheint unsere Muttersprache ins Unübersichtliche zu stürzen. Jedes Wort muss nun auf die „Goldwaage“ der politisch Korrekten gelegt werden. Die ungefilterte „Mundart“ findet wohl nur noch auf Partys mit entsprechendem Alkoholgenuss statt.

Ja, es stimmt, es gibt eindeutige, diskriminierende Worte und die gilt es zu vermeiden oder umzubenennen.  Aber es darf nicht so weit kommen, dass süße Kuchen wie“ Berliner und Amerikaner etc.“ zum Stocken fließender Unterhaltungen beitragen. Ich bin auch bereit, Briefe ohne an „Herr oder Frau „zu adressieren, wenn es den Menschen hilft sich besser zu fühlen, aber ich persönlich finde, wir dürfen nicht ein Volk der „Kontrolleure“ werden, was die Ausdrucksweise und inzwischen auch schon die freie Meinungsäußerung betrifft.  „Sprechen wie einem der Schnabel gewachsen ist“ ohne zu verletzten oder diskriminieren ist sicher auch die Art und Weise  „w i e“ man etwas sagt.
P.H.
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