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Natur

"Maikäfer flieg…….

…..Dein Vater ist im Krieg"….. so heißt es in einem bekannten Volkslied. Der Text des Liedes soll aus der Zeit des 30-jährigen Krieges stammen. Jetzt ist die Zeit für den Maikäfer gekommen.
von ct
Foto: Rosel Eckstein

Wer Glück hat, findet einen Maikäfer in seinem Garten,  auf dem Balkon oder im Park . Wer denkt dann nicht  zurück an die Kinderzeit ?

So z.B. an Peterchens Mondfahrt. Vielleicht erinnern Sie sich……in dem Märchen geht es um den Maikäfer Herrn Sumsemann, der mit den Menschenkindern Anneliese und Peter zum Mond fliegt, um sein verlorenes sechstes Beinchen zu suchen. Wir haben für Sie eine alte Verfilmung dieses Märchens ausgesucht, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten.

Vielleicht haben Sie früher  auch  Maikäfer in einer Schachtel  aufbewahrt. Diese war mit Löchern versehen und sie enthielt Blätter als Nahrung für die gefangenen Tiere. Maikäfer waren für Kinder früherer Zeiten ein beliebtes Sammelobjekt mit unterschiedlichem Wert. Der „Kaiser“ (rötlich waren  Kopf und Brust) war sehr selten……deshalb gab es für ihn sicherlich 3 „Müller“  (mit behaarter Unterseite) oder „Schornsteinfeger“  (dunkel ohne Behaarung) im Tausch.

Bis ein Maikäfer ein Maikäfer ist, dauert es ungefähr 4 Jahre. Sein Leben währt jedoch nur ca. 7 Wochen. Das Männchen stirbt nach der Begattung, das Weibchen mit der Eiablage.

Vor einiger Zeit dachte man noch, Maikäfer würden aussterben, jetzt weiß man, dass sie in Zyklen auftreten, die drei bis 5 Jahre dauern und gebietsweise zeitgleich ablaufen. Es gibt aber auch 30 - 40 Jahre lange Perioden, in denen es plötzlich Unmengen von Käfern gibt oder in denen sie sehr selten werden. Warum das so ist, ist wohl nicht bekannt. Auch lassen sich die Schwankungen noch nicht zuverlässig voraussagen.

 Maikäfer waren einmal eine richtige Plage. Ganze Obstplantagen wurden durch sie vernichtet, da sie besonders Eichenlaub und Blätter von Obstbäumen bevorzugen. Die Bauern bekämpften sie, indem Kinder beauftragt wurden, sie von Bäumen zu schütteln…..dafür gab es eine kleine Entlohnung. Die Käfer wurden als dann als Hühnerfutter verwendet.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts nutzte man sie auch in der Küche. In manchen Gebieten Deutschlands und bei den Franzosen röstete man sie und machte daraus eine Maikäfersuppe.  Verzuckert  oder kandiert  waren sie als Dessert in Konditoreien zu haben.

Also, mir sind Maikäfer, die auf meiner Hand krabbeln, ihre Flügel aufstellen und dann wieder davon fliegen oder in Form von Schokolade am liebsten!

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Mai, auch wenn Sie keinen Maikäfer finden!

-ct-



Foto: Rosel Eckstein/www.pixelio.de

 

 

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