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Glauben und Kirche

Die Geister der Rauhnächte

Viele Mythen und Riten ranken sich um die Rauhnächte. Bräuche begleiten diese heilige Zeit, die es schon seit ewigen Zeiten gibt. Und manch einer wird sagen: Alles Humbug - Nonsens - Aberglauben.
von mk/ct
© diekleinebenzmann
© diekleinebenzmann

Mit etlichen Ermahnungen erzog mich meine Mutter noch dazu, nur ja nicht zwischen den 25.12. und 6.01. Wäsche zu waschen und aufzuhängen. Böse Geister würden damit ins Haus geholt werden.
Ich hatte zwischen den Jahren Wäsche auf dem Dachboden aufgehangen und mich noch über die schöne eiskalte und trockene Luft gefreut.

Und gleich darauf im neuen Jahr, als ich die Wohnung durchsaugte, fielen hinter mir die hübsch zusammengebundenen Mistelzweige ganz ohne Grund von der Wand. Mistelzweige, die das Glück ins Haus brachten und das Böse fernhielten. Ein böses Omen, und mir schwante etwas Übles, und da erinnerte ich mich an die Rauhnächte und die Warnungen meiner Mutter, aber es war schon zu spät. Bösen Mächte hatten mich am Schlawickel.

    Ich hatte die Geister der Rauhnächte herausgefordert.

    Es kam ein schweres, ein furchtbares Jahr. Mein ganzes Leben veränderte sich dadurch. Und logisch, dass ich das bisher nicht vergessen habe und es auch nie werde.

    Es gibt aber nicht nur böse Geister...

    In dieser Zeit sollte man in sich gehen und überlegen, was man sich für die Zukunft wünscht.

    Denn die Mächte der Rauhnächte sind stark.

    Die Tage zwischen den Jahren eignen sich auch für Zukunftsdeutungen der Träume. Man sagt, was man in den Rauhnächten träumt, soll sich tatsächlich im neuen Jahres erfüllen.

    Wer neugierig ist und auch daran glaubt, sollte ein Traumbuch führen. Durch dieses gibt es die Möglichkeit, später im Jahr nachzuprüfen, ob der Traum in Erfüllung gegangen ist.
    Auch wenn man nicht daran glaubt, sind die Rauhnächte sehr gut dafür geeignet, um sich etwas für das kommende Jahr zu wünschen, damit es in Erfüllung geht oder um Veränderungen herbeizuführen. An Silvester wird besonders viel gewünscht und erhofft... - auch gießt man an Silvester geschmolzenes Blei (heutzutage versucht man es mit flüssigem Wachs), um die Zukunft zu deuten oder lässt sich die Karten legen, um sie zu befragen.

    Ich hoffe, Du hast etwas geträumt, was Du Dir schon lange wünschst?
    Wenn nicht, dann warte auf die Silvesternacht.

    © diekleinebenzmann

     

     

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