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Freizeit

Hast du heute schon gepuzzelt?

Kritiker meinen, es sei Zeitverschwendung, macht nervös oder ist wenig geistreich……….das Puzzle…..doch weit gefehlt…….
von ct

Gerade jetzt in der Corona-Zeit ist das Puzzle für manchen ein schöner Zeitvertreib. Vielleicht probieren Sie es mal aus!

Wohlige Ruhe begleitet das Geduldspiel mit den tausend(en) Teilen. Während Landschaften, Tierbilder etc. entstehen, kann man wunderbar seinen Gedanken nachhängen oder im Hintergrund seinen Lieblings-Radiosender bzw. eine Hörbuch-CD hören. Es kann schon sein, dass dieses Spiel manche Menschen nervös macht, doch der Kenner empfindet Entspannung pur und kann total abschalten…..jeder ist halt anders!

……….und wenig geistreich, na, ja……sicherlich, es werden hierbei für einen erwachsenen Menschen keine schwierigen Lernprozesse in Gang gesetzt, aber das Auge erfasst Details und in Kombination mit der Merkfähigkeit wird im Gehirn eine Art Datenbank angelegt, in der die einzelnen Teile sozusagen abgespeichert werden. Nach mehrfachem Betrachten der Teile und Vergleich mit der Vorlage ist es möglich, ein Teil punktgenau einzusetzen.

Wer dieses Spiel mal ausprobieren möchte, sollte vielleicht wie immer im Leben klein anfangen. Vielleicht hat der Enkel noch ein 200 Teile-Spiel irgendwo im Spiele-Regal liegen. Hat man dann "Blut geleckt", steht einer Steigerung nichts im Wege.

Für einen Weltrekord legten die Bürger von Ravensburg genau 1.141.800 Puzzleteile  zum Millionenpuzzle auf dem Marktplatz aus. 54.000 Teile groß ist das derzeit größte Puzzle, das in Serie gefertigt wird.......  dafür braucht man schon etwas Platz.

Das Puzzle ist ein sehr altes Spiel. Ein Kupferstecher  erfand es 1763 in Spilsbury. Es sollte hilfreich für den Erdkundeunterricht sein und dazu klebte er eine Landkarte von Großbritannien auf ein Holzbrett und zersägte es entlang der Grenzlinien der verschiedenen Grafschaften. Der Spieler  musste nun die Teile wieder richtig aneinanderfügen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab es Puzzle noch ohne "Verzahnung". Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden sie in Massen angefertigt, wodurch sich der Preis erheblich verbilligte und sie immer beliebter wurden.

An der Art der Produktion hat sich nichts Grundlegendes geändert. Ein Bild wird auf Pappe geklebt und dann werden einzelne Teile in verschiedenen Formen ausgestanzt.

Spielanleitung:

Für ein größeres Puzzle muß man schon ein wenig Platz haben. Ein 1000-Teile-Bild ist meistens 50 x 70 cm groß und nicht an einem Tag fertig. Wohin also damit?

…..ein Tisch vielleicht, der nicht so oft benötigt wird oder eine entsprechend große Platte möglichst mit Leisten als Rand (z.B. Pinwand), die transportable ist und irgendwo abgelegt werden kann (erhältlich z.B. im Bau- und Hobbymarkt) usw. können die Grundlage für dieses neue Hobby werden. Der im Fachhandel angebotene Puzzle-Teppich ist nicht so praktisch. Man kann ihn zwar platzsparend zusammenrollen, doch dadurch verschieben sich oftmals die fertigen Bildpartien.

Auch bei diesem Spiel gibt es eine gewisse Strategie. Mit dem Rand des Bildes anzufangen, hat sich als Vorteil herausgestellt, da die Teile hierfür eine ganz glatte Seite (also ohne Zacken und Ausbuchtungen) haben. Diese sollte man zunächst heraussuchen und dann den Rest nach Farben, Motivdetails etc. sortieren, in kleine durchsichtige Plastiktüten (Gefrierbeutel) unterbringen….und dann kann es losgehen! Neben dem Rand sind auch markante Punkte innerhalb des Werkes dazu geeignet, dass Stück für Stück das Motiv wachsen kann. Dazu werden immer wieder die Teile entsprechend durchgesehen und je länger man sich damit beschäftigt, je schneller wird man fündig.

Wer diesen "Zeitvertreib" kennt und liebgewonnen hat, der kostet jede frei Minute aus, um vielleicht noch ein Teilchen…….und noch ein Teilchen zu einem großen Ganzen werden zu lassen.

Wenn dann das Bild endlich fertig ist, hat jeder seine besondere Verwendung dafür.

Entweder die Teile zieren später als Bild für sich selbst oder als Geschenk eine Wand ……oder das Puzzle wird wieder auseinandergenommen, dann verschenkt, verliehen, verkauft oder wandert in seinem Karton auf den Dachboden, wo es im nächsten Jahr wieder viele Stunden Freude bereitet.

 

 

 

 

 

 

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