Zaubernuss (Hamamelis)


Blühende Zaubernüsse sind die Attraktion im winterlichen Garten. Die Sträucher zeigen bei mildem Wetter bereits ab Anfang Januar ihren leuchtend gelben bis roten Blütenflor.

Foto: Angelika Wolter

Foto: ga

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Die Zaubernuss wird von den Engländern„Witch Hazel“ (Hexenhasel) genannt; ein passender Name. Wenn die Pflanze aber mitten im Winter ihre fadenartigen, leuchtend gelben bis roten Blütenblätter zeigt, erscheint sie wie verzaubert.

Deshalb sind Zaubernüsse vor allem wohl als Winterblüher beliebt, denn hierzulande blühen sie meist schon ab Januar in quastenartigen Blütenständen und.sind im Winter willkommene Farbtupfer.
Alle Arten sind in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel beheimatet.

Von der Zaubernuss gibt es insgesamt vier Wildarten, von denen zwei – die herbst blühende Virginische Zaubernuss (Hamamelis virginiana) und die Frühlings-Zaubernuss (Hamamelis vernalis) – in Nordamerika heimisch sind. Die Japanische (Hamamelis japonica) und die Chinesische Zaubernuss (Hamamelis mollis) stammen aus Ostasien.

In ihrer Heimat blühen sie wegen längerer, härterer Winter erst im Frühling.

Etwas Schnee macht der Zaubernuss nichts aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen Winterblüher-Gehölzen übersteht die Zaubernuss sogar blühend ziemlich starke Fröste. Die Einzelblüten der Zaubernüsse haben nur 4 sehr schmale, fast fadenförmige Blütenblätter, die in der Knospe zusammengerollt sind. Die Blüten stehen aber in dichten Büscheln zusammen und wirken dann zwar etwas hübscher, erinnern aber stark an Spinnen.

Außerhalb der Blütezeit braucht man schon einen Blick dafür, um sie von einer normalen Haselnuss unterscheiden zu können.

Die Herbstfärbung ihrer Blätter ist meist prächtig gelb, manche Sorten auch rot oder bunt.

Die Virginisch Zaubernuss wird wirtschaftlich intensiv als Heilpflanze genutzt. Die gewonnenen Arzneidrogen weisen eine blutstillende, entzündungshemmende, adstringierende und Juckreiz stillende Wirkung auf.

Foto: Angelika Wolter/www.pixelio.de