INTERMEZZO 2015: Nicht nur Farbe, Teil 2

Der zweite Teil der INTERMEZZO-Ausstellung im Kunstmuseum Ahlen widmet sich vom 15.8.-4.10.2015 in zwei parallel zueinander laufenden Ausstellungen künstlerischen Positionen, die über den traditionellen Gebrauch von Farbe hinausgehen

Hermann EsRichter: o. T. (Grenzlage), 2002, ca. 193 x 500 x 150 cm, Installation/Mixed Media © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Susanne Lyner verwendet das Material nicht nur in ihrer farbstarken Tafelmalerei, sondern auch in seiner haptischen Qualität, mit denen sie beinahe textil anmutende Gewebestrukturen erzeugt, bis hin zum dreidimensionalen Farb-Objekt. Hermann EsRichter schafft poetische und spielerisch-leichte Bilder zwischen Wand und Raum mit ebenso malerischen wie skulpturalen und installativen Mitteln. So verschieden die bildnerischen Auffassungen der drei beteiligten Künstlerinnen und Künstler auch sind – sie alle begreifen ihre künstlerische Tätigkeit als experimentelle Erweiterung der klassischen Gattung Malerei oder Skulptur durch die ihnen zur Verfügung stehenden Medien, die sie grenzüberschreitend verknüpfen. Konkretion und spielerische Assoziation sind dabei wesentliche Betrachtungsmomente ihrer jeweiligen künstlerischen Formulierungen.

Hermann EsRichter aus Oberhausen arbeitet mit sehr unterschiedlichen Materialien und Methoden. Dabei begreift er die Beziehung zwischen Natur und Kultur als komplementär. Neben eher abbildhaften Elementen, die oft jedoch geometrisiert werden, enthalten die meist mehrteiligen und oft starkfarbigen Arbeiten auch solche aus dem Bereich von Mathematik und Sprache. Sowohl bei den Zeichnungen, den Collagen und Montagen wie auch bei den anlagenähnlichen Plastiken werden Fundstücke und Objekte aus dem Bereich der Elektro- und der Installationstechnik verwendet, wobei ihr Einsatz z.T. bildhaft auf deren Funktion verweist. Trotz ihrer Nähe zur konkreten Kunst wirken die Arbeiten durch die der Umwelt entstammenden Gestaltungselemente assoziativ.
Zur Eröffnung am Samstag, 15. August 2015 um 17 Uhr spricht Frau Prof. Dr. Karin Stempel, ehemals Rektorin der Kunsthochschule Kassel.

Die Schweizer Künstlerin Susanne Lyner hat sich ganz dem Medium der Farbe verschrieben. Ihr stets leibbezogener, experimenteller künstlerischer Prozess bietet vielfältige Erfahrungsmomente. In feinen Fäden gespritzte Acrylfarbe etwa sitzt körperhaft auf der Leinwand oder wird zu engmaschigen Strukturen verknüpft, die ohne Bildträger auskommen. Büttenpapiere sind gänzlich von dünnen Schichten lavierend aufgetragener Wasserfarbe  getränkt, so dass die Farbe nahezu körperlos wirkt. Der Reichtum der Farbklänge auch ihrer Tafelmalerei wirkt dabei völlig autonom, entsteht jedoch nicht losgelöst von der jeweiligen Umgebung, in der sich die Künstlerin befindet. Gezeigt werden Arbeiten aus den letzten zehn Jahren.
Zur Eröffnung am Samstag, den 15. August 2014 um 17 Uhr  spricht Susanne Buckesfeld, stellvertretende künstlerische Leiterin Kunstmuseum Ahlen.

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