Spektakel am Ahlener Himmel


Die Kraniche sind wieder unterwegs aus dem sonnigen Süden zu ihren Brutplätzen in Skandinavien. Dabei überfliegen sie auch Ahlen.

Foto:ga

Man erkennt sie im Flug an ihrer typischen Formation, die ein großes „V“ bildet. Doch bevor man sie bei dem Blick zum Himmel bemerkt, hört man ihre markanten Rufe.

Ahlen liegt auf dem westeuropäischen Zugweg, den die Überflieger aus Spanien und Frankreich kommend auf Zwischenstation zu den nächst gelegenen Rastplätzen z.B. in den Rieselfeldern bei Münster oder im Diepholzer Moor -niederung, anfliegen.

Aus Finnland, dem Baltikum, Polen und Teilen Russlands führt der andere, der baltische Zugweg über den Balkan nach Nordostafrika.

Die Kraniche sind in der Lage, bei Reisegeschwindigkeiten zwischen 45 und 65 km/h an einem Tag mehrere hundert Kilometer zurückzulegen, insgesamt maximale Zugstrecken von 1000 km.

In Europa kommt nur eine Kranichart vor, die in Anlehnung an ihre graue Körperfärbung auch als Graukranich bzw. Grauer oder Eurasischer Kranich (Grus grus) bezeichnet wird. Der Kranich erreicht eine Größe von 120 cm bis zu 130 cm.

Mit einer Flügelspanne über 200 cm ist er im Flug an seinem langen, gerade vorgestreckten Hals zu erkennen. Die Beine sind so lang, dass sie den Schwanz beim Fliegen deutlich überragen.

Ihre Nahrungskette ist sehr vielseitig, sie reicht von Kleinsäugern, Reptilien, kleinen Fischen, Fröschen, Schnecken, Würmern, Insekten und deren Larven über Mais- und Getreidekörnern, Sonnenblumenkerne, Erbsen und Bohnen bis hin zu Erdnüssen, Oliven, Beeren, Eicheln, Gemüsearten, Kartoffeln und verschiedensten Pflanzenteilen.

.