Wintergäste: Silberreiher


Silberreiher sind bereits von Weitem als leuchtender Tupfer zu erkennen.

Silberreiher Foto: ga

Er schreitet langsam durch das flache Wasser oder verharrt mit steif vorgestrecktem Hals, ehe er flink nach seiner Beute stößt.

Selbst in der dunklen Jahreszeit kann man ihn aufgrund seines auffällig weißen Gefieders entdecken. Er wirkt mitunter so exotisch als sei er aus einem Zoo ausgebüxt. Etwa so groß wie der bei uns heimische Graureiher, jedoch ist er schlanker und hat einen besonders langen Hals. Deshalb erscheint er graziler als seine grauen Kollegen.

Noch vor wenigen Jahren war ein hierzulande gesichteter Silberreiher eine Sensation. Als wahres Silberreiher-Eldorado galt der Neusiedler See im österreichischen Burgenland. Heute aber lassen sich Silberreiher auch in Deutschland an zahlreichen Orten beobachten. Am Steinhuder Meer in Niedersachsen etwa staksen im Winter bis zu 300 weiße Reiher auf den umliegenden überschwemmten Wiesen umher.

Warum die Silberreiher zunehmend Gefallen an deutschen Feuchtgebieten finden, wissen auch Experten nicht sicher. Dass allein der Klimawandel dazu geführt haben könnte, ist unwahrscheinlich. Silberreiher sind nicht kälteempfindlich und auch bei frostigen Temperaturen an eisfreien Fließgewässern zu beobachten.

Auf seiner Speisekarte befinden sich vorwiegend Fische und Amphibien, aber auch Mäuse und wirbellose Kleintiere, die er auch auf  Klee- und Luzernefeldern findet.