"Niees ut Voerem" - Plattdeutsch auf der Seniorenseite

„Libbet van Poggenstohl“ unterhält  uns  mit ihrer Sicht und mit ihren Tagesgeschichten zum/aus dem Dorf. Hier die nächste Geschichte zum Thema „Närrische Zeiten“ (mit Übersetzung)

Pils in Vorhelm

Närrske Tieden!
Nu häfft wi dat Maleur,toärst dat Theater met’en Kiärkenchor un nu schmitt urse Pastore ouk no dä Klüngeln hen.
Jüst is dä Kiärke wieher in Stand sett, un nu geiht dat Personal fleiten. Wo giff’t denn sowat?
Wenn dat jedereen so maken wull, wo kaimen wieh dann hen.
Bi mi to Huse könn’k ouk mangsen de Brocken henschmitten, öves dann is man ouk wieher tofraiden wenn’t siek alls wieher rieget.
Jä, manksen  geiht doch närrisk tou, et mot wull an’ne Tied lieggen – wieh häfft jä ouk Karneval.
Do is so manch een ratz ut’t Hüsken!
Berni Lütke Coßmann hät 1973 in eenen Karnevalsschlager sungen:
Nicht jeder Mensch und nicht jeder Tag ist so, dass er dir gefällt, sieh immer das Gute, dann musst du gestehn, wie schön es doch auf dieser Welt.
Bedenk doch, daß heut nicht der letzte Tag, wer weiß, ob nicht morgen die Sonne dir scheint.

Laot ju wat, juhe Libbet van Poggenstohl!

 

Närrische Zeiten!
Jetzt haben wir das Malheur, zuerst das Theater mit dem Kirchenchor und nun legt der Pastor auch sein Amt noch nieder.
Gerade ist die Kirche wieder in Stand gesetzt, geht das Personal flöten. Wo gibt es denn so was?
Bei mir zu Haus könnte ich auch manchmal alles hinschmeißen, aber dann ist man auch wieder zufrieden, wenn sich alles regelt.
Ja, manchmal geht es närrisch zu, es muss wohl an der Zeit liegen, wir haben ja Karneval, da ist so manch einer total aus dem Häuschen!
Berni Lütke Coßmann hat 1973 in einem Karnevalschlager gesungen: Nicht jeder Mensch und nicht jeder Tag ist so, dass er dir gefällt, sieh‘ immer das Gute, dann musst du gesteh‘n, wie schön es doch auf dieser Welt.

Bis bald, eure Lisbeth vom Pilz!