"Niees ut Voerem" - Plattdeutsch auf der Seniorenseite

„Libbet van Poggenstohl“ unterhält  uns  mit ihrer Sicht und mit ihren Tagesgeschichten zum/aus dem Dorf. Hier die vierte Geschichte zum Thema „Das Jahr geht nun zu Ende!“ (mit Übersetzung)

Pils in Vorhelm

Dat Jaohr geiht nu to Neige!

Nu sin wi all mitten in’n Advent un ut alle Hüser blinkt bunte Lämpkes. Bi urs in Duorp süht man ouk, dat et up Wiehnachten to geiht. De Heimatverein hätt all de groute Kärße bie’t Ährenmaol upstellt un besinnlike Konzerte stimmt urs up den grouten Festdach in.

Urse Kiärke is ouk richtig rutputzt worn, hätt jäh ouk lang genoch duert, orver ik mot seggen, de Upwand hätt siek launt. Dat Krüs steiht blitzeblank bourm up’en Taorn un wenn de Sunne drup steiht, dann löchtet et all von wieten.

Bloß giergenörver von urse Kiärke, do süht et nich so maneerlik ut – do mot ouk es maol Hand anleggt wähn. Ik hä all wull nee Idee.

Wo doch“Drüke Möhne“all utvökofft is, bütt siek de frühere Schnapsbrennerie met dat schöne olle Wurnhus doch an.

Ik häff an son – Mehr Generationenhus – dacht. Junge Lüh un öllere Lüh bewirtschaftet dat Wiärks tosammen. De Ölleren brengt de Erfahrungen met un de Jungen de Kinnerkes un ähre Rüens. (wie dat vendage so is!) Do kann siek so manch een äs Opa un Oma inbrengen,so könnt de Jungen Lühe in Ruh ähre Arbeit naogaohn. Viellicht hätt de een or annere ouk no Spaß an’t Schnapsbrennen, so kümp dann no Fieraobend son echten Vöremsken Balkenbrand up’en Disk. In son meteenanner könn ik mi gurt mien Liärbensaobend vöstellen.

Dat könn sone richtig stäödige Villa wärn,wenn de maol in Stand sett is. Jäh, ik mein men bloß, sone Anregung fö dat niehe Jaohr – wo doch de Kiärke nu so schön in Stand is.

So, nu blieft gesund un häbbt ju waohl. Schöne Wiehnachten un een glücksiälig niehet Jaohr wünsket ju:

Libbet van Poggenstohl!

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Das Jahr geht nun zu Ende!

Nun sind wir schon mitten im Advent und aus allen Häusern leuchten bunte Lämpchen. In unserem Dorf sieht man auch, dass es auf Weihnachten zu geht. Der Heimatverein stellte schon die große Kerze am Ehrenmal auf und besinnliche Konzerte stimmen uns auf die Festtage ein. Unsere Kirche ist auch richtig schön herausgeputzt worden, hat lange gedauert, aber ich muss sagen, der Aufwand hat sich gelohnt. Das Kreuz steht blitzeblank oben auf dem Turm und wenn die Sonne darauf scheint dann leuchtet es von weiten.

Bloß gegenüber der Kirche, da sieht es nicht so manierlich aus, da muss auch mal Hand angelegt werden. Ich hätte da schon eine Idee! Da doch “Drüke Möhne“ schon ausverkauft ist, bietet sich die frühere Schnapsbrennerei mit dem schönen alten Wohnhaus doch an. Ich habe da an ein Mehr Generationenhaus gedacht. Junge Leute und ältere Leute bewirtschaften das ganze zusammen. Die Älteren bringen die Erfahrungen mit und die Jungen die Kinder und ihre Hunde, wie das heute so ist. Da kann sich so manch einer als Opa und Oma einbringen, so können die jungen Leute in Ruhe ihrer Arbeit nachgehen. Vielleicht hat der Eine oder Andere auch noch Spaß am Schnapsbrennen, so kommt dann nach Feierabend so ein echter Vorhelmer Schnaps auf den Tisch. In so einem Miteinander könnte ich mir meinen Lebensabend gut vorstellen. Das könnte eine schöne stattliche Villa werden, wenn sie mal in Stand gesetzt worden ist.

Ja, ich meine ja nur, es ist eine Anregung für das neue Jahr – da doch unsere Kirche so schön in Stand ist.

So, nun bleibt gesund und habt Euch wohl. Schöne Weihnachten und ein glückliches neues Jahr wünscht Euch:

Libbet van Poggenstoh