"Niees ut Voerem" - Plattdeutsch auf der Seniorenseite

Auf die Idee, auf der Seniorenseite auch eine plattdeutsche Kolumne einzurichten, brachte uns Hennig Rehbaum, MdL. Er hielt vor dem Landtag in Düsseldorf ein Plädoyer für die plattdeutsche Sprache, für eine Sprache, die in unserer Region immer wieder (und noch) gebraucht wird.
„Libbet van Poggenstohl“ wird uns einmal im Monat mit ihrer Sicht und mit ihren Tagesgeschichten zum/aus dem Dorf unterhalten. Hier die zweite Geschichte zum Thema "Schützen in Not" in Vorhelm.

Pils in Vorhelm

Schützen in Naut! (Plattdeutsch)

Urse Schützenverein hätt groute Naut, dä Ärste, Ralf Kiowsky will't nich mä maken. Nu brukt de Schützen een niehet Oberhaupt un in Ohlen sökt se een niehen Börgermester. Miene Meinung is, befö siek een ut Berlin meld fö den Posten, dä do örver is, do könnt se dat Amt doch eenfach tusken. Ruhmöller örvernimp den Schützenverein in Vörem un Kiowsky wät Börgermester in Ohlen.

So ligg kineen up't Straot. Wi seggt se vendage, jedereen mot "flexibel" sien.

Un ik denk, in Grunne ist ja ouk een daohn, beide vöstaoht siek up't dortüsken scheiten. Wat meint ji?

Libbet van Poggenstohl

Schützen in Not! (Hochdeutsch)

Unser Schützenverein hat große Not, der erste Vorsitzende, Ralf Kiowsky will es nicht mehr machen. Nun braucht der Schützenverein ein neues Oberhaupt und in Ahlen suchen sie einen neuen Bürgermeister. Meine Meinung ist, da könnten sie das Amt doch einfach tauschen. Ruhmöller übernimmt den Schützenverein Vorhelm und Kiowsky wird Bürgermeister in Ahlen.

So liegt keiner von beiden auf der Straße. Wie sagt man heute, jederman muss flexibel sein. Und ich denke, im Grunde ist es ja auch ein Tun, beide verstehen sich aufs dazwischen Schießen. Was meinen Sie?

Lisbett vom Pilz