Ein tolles Gesöff........

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.......dieser Kaffee, meint unsere Gastautorin! Wussten Sie, dass früher das Kaffee trinken bestraft wurde?

Jetzt in diesem Augenblick sitze ich hier vor meinem PC und trinke genüsslich meinen frisch aufgebrühten Kaffee.

Vor fast 255 Jahren wäre ich dafür ins Gefängnis gewandert oder wäre „nur“ mit Geldstrafe belegt worden, wenn ich die nötigen Reichstaler aufgebracht hätte.

Am 28. Januar 1766, erließ Landgraf Friedrich II (* 14. August 1720 in Kassel; † 31. Oktober 1785 in Schloss Weißenstein, Kassel) aus dem Haus Hessen ein Verbot gegen das „Caffee-Trinken“.

Seine Begründung war die Sorge vor „Landesverderblichen Unwesens, Schädigung der Gesundheit, Entnervung und Verweichlichung der Bevölkerung.“

Denn der Kaffeegenuss war zu dieser Zeit zur Volksdroge Nr. 1 geworden, und davor wollte der Landgraf die Bürger bewahren.

Er ernannte „Kaffee-Riecher“, diese standen fast an jeder Ecke und kontrollierten die nachmittäglichen Kaffeekränzchen. Wer entdeckt wurde, hatte mit einer zweiwöchigen Gefängnisstrafe oder einer Geldstrafe von 10 Reichstalern zu rechnen.

Der Adel, wohlhabenden Kaufleuten und Offiziere waren von diesem Verbot ausgenommen.

Viele findige Bürger wanderten deswegen Sonntags einfach über die Landesgrenzen, denn dort gab es kein Verbot gegen den Genuss von Kaffee.

Das mag vielleicht ein Grund gewesen sein, dass in den Grenzgebieten die ersten Kaffeehäuser entstanden.

Mehrmals wurde das Verbot verschärft und schlussendlich 1780 von Friedrich II wieder aufgehoben, denn das Verbot zeigte nicht die gewünschte Wirkung.

Genieße, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und ohne Angst vor Strafe, deinen Kaffee.

So wünsche ich einen genussvollen Tag ohne Reue.

©diekleinebenzmann

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Volksdroge Nr. 1