Ein Besuch in Lüdinghausen


Die SINN-Aktiv Radfahr- und Wandergruppe beim DRK machte sich auf zu einer gemeinsamen Fahrt mit privaten Pkws ins ca. 35 km entfernte Lüdinghausen.

Burg Vischering/Gaststätte/Museum/Foto: ga

Burg Vischering/Foto: ga

Burg Vischering/Foto: ga

Burg Vischering/Foto: ga

Der Ritter mit dem eisernen Halsband/Foto: ga

Café Indigo/Foto: ga

Café Indigo/Foto: ga

Klutensee/Foto: ga

Klutenseee/Foto: ga

Steveraue/Foto: ga

Dort hatte Günther für uns eine kleine Wanderung geplant. Es hatten sich 14 Teilnehmer zusammengefunden, um in Fahrgemeinschaften mit privaten Pkws dorthin zu reisen.

In der 25.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Lüdinghausen, im Kreis Coesfeld gelegen, gibt es neben der historischen Altstadt und drei Wasserburgen auch herrliche Parkanlagen zu erkunden.

Stadtnahe Burgen bilden eine einmalige Denkmallandschaft mit der mittelalterlichen Burg Vischering, der Renaissanceburg Lüdinghausen und der außerhalb gelegenen Wasserburg Kakesbeck

Der Wasserreichtum des Stevertals sind der Grund für die Ansiedlung der ortsansässige Burgen auf Lüdinghauser Gebiet.

Wir parkten unsere Fahrzeuge auf dem Parkplatz, der in unmittelbarer Nähe zur Burg Vischering gelegen ist. Das war für uns gleich die erste Gelegenheit, einen Blick auf und in die mittelalterliche Burg Vischering zu werfen. Die mit Zugbrücke, Schießscharten und Wehrgängen ausgestattete Burg, zählt zu den schönsten Anlagen ihrer Art in Westfalen.

Das im Innern der Burg untergebrachte Münsterlandmuseum zeigt in seiner Ausstellung romantische Ritter-Relikte wie etwa das Himmelbett des Heidenreich Droste zu Vischering und seiner Frau Jaspar, das mit kunstvollen Reliefschnitzereien verziert ist.

Ein eisernes Dornen-Halsband ist Star des Museums: Das sechseckige Foltergerät ist innen mit vier spitzen Zacken besetzt. Es, sollte den sturen Ritter Lambert von Oer im Jahr 1520 dazu bewegen, in einer erbitterten Fehde um Liegenschaften einzulenken. Jedoch konnte ein Münsteraner Schmied den Mann befreien. Die Streitigkeiten dauerten weitere acht Jahre an. Im Museum gibt es einen Extra-Bereich für Kinder, die dort u.a. austesten können, wie schwer ein Kettenhemd ist.

Die außerhalb, nördlich des Stadtzentrum gelegene Wasserburg Kakesbeck lockt als einstigen Wohnsitz von Ritter Lambert von Oer, dem Ritter der Stachelhalsband-Fehde.

Die Wandergruppe setzte von der Burg Vischering aus ihren Weg durch den Stadtpark an der vischeringsche Steveraue entlang einer Galerie steinerner Säulen mit zahlreichen Büsten von Persönlichkeiten fort, die in unterschiedlich geschichtlicher Verbindung zu der Stadt Lüdinghausen stehen, und zwar

  1. Josef Funke,

  2. Albert Freiherr von Lüdinghausen-Wolff,

  3. Adolph Freiherr von Bodelschwingh-Plettenberg,

  4. Schwester Maria vom Göttlichen Herzen, geborene Gräfin Droste zu Vischering

  5. Clemens August Freiherr Droste zu Vischering

  6. Caspar Max Freiherr Droste zu Vischering

  7. Reichsritter Heinr. Friedr. Karl Freiherr von Stein.

  8. Friedrich von Lüdinghausen-Wolff,

  9. Fabio Chigi,

  10. Dietrich von Hake zu Patzlar,

  11. Lambert von Oer,

  12. Christoph Bernhard von Galen.

In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden die in Lüdinghausen geborene Journalistin Bettina Schausten, die zurzeit beim ZDF tätig ist.

Der weitere Weg führte vorbei an der direkt am Stadtpark gelegenen Renaissanceburg Lüdinghausen, die immer einen Besuch wert ist. Die große Wappentafel des Erbauers schmückt den Kapitelsaal als „Ahnenprobe“, denn nur nur wer adelige Vorfahren bis zur vierten Generation nachweisen konnte, durfte Domkapitular werden. Vom Wohnkomfort der damaligen Zeit zeugen wappenverzierte Kamine und Abtrittserker in den Räumen.

Die Altstadt von Lüdinghausen hat aufgrund ihres Baubestands fast schon dörflichen Charakter und bietet zahlreiche Giebelhäuser, viel Fachwerk, Kopfsteinpflaster. Liebevoll gestaltete Geschäfte und Cafés gibt es in den Gassen rund um den Marktplatz

Das historische Drucken mit Indigo wird noch in der Blaudruckerei praktiziert.

Indigo war auch das Stichwort für den späteren Abschluss unserer Wanderung im gemütlichen Café Indigo, um dort einzukehren und bei Kaffee und einem Stück Kuchen sich von dem kleinen Rundgang zu erholen.

Durch ein ruhig gelegenes Wohngebiet gelangte die Gruppe an den Klutensee, einem etwa 7,6 Hektar großen Baggersee, der vom ortsansässign Fischereiverein als Angelgewässer genutzt wird. Auch zum Baden soll er geeignet sein.

Durch einen kleinen Wald und anschließenden landwirtschaftlich genutzten Bereich gelangte die Gruppe schließlich zu dem bereits vorstehend oben erwähnten „Café Indigo“ und legte dort eine Kaffeepause ein.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, führte uns der direkte Rückweg wieder zum Parkplatz an der Burg Vischering, wo unsere Fahrzeuge standen. Wir traten gemeinsam unseren Heimweg an.