Besuch des HNF Heinz Nixdorf MuseumsForums


Wolfgang hatte für die Freunde des OCCA (Oldie-Computer-Club Ahlen) einen Besuch im HNF Heinz Nixdorf MuseumsForum (kurz HNF genannt) in Paderborn organisiert.

Foto: ga/HNF Heinz Nixdorf Museum

Foto: ga/Museum Eingangsbereich

Foto: ga/Schreibmaschine Premier 2

Foto: ga/Chiffriermaschine

Foto: ga/Leibniz Rechenmaschine

Foto: ga/Lochstreifensteuerung für einen Webstuhl

Foto: ga/Automatische Vermittlungsstelle für Telefongespräche

Foto: ga/Roboter Petra

Foto: ga/E-Bike 1984

Diese Einladung hatten 12 Interessenten angenommen und fuhren gemeinsam mit den Pkw‘s in Fahrgemeinschaften nach Paderborn. Dort war für den 15.11.18, 12.00 Uhr eine Führung durch die Räume des Museums gebucht.

Das HNF ist das größte Computermuseum der Welt und zudem – wie es sich auch in seiner Werbung darstellt - ein lebendiger Veranstaltungsort.

Auf einer Dauerausstellungsfläche von 6.000 m² und Wechselausstellungsflächen von 550 m² und 900 m² werden in der Sammlung des Museums Objekte der Rechen-, Schreib- und Bürotechnik und der Computertechnologie gezeigt. In den vergangenen Jahren haben durchschnittlich mehr als 100.000 Besucher jährlich den Weg in das Museum gewählt.

Dem im Jahre 1986 verstorbenen Computerpionier, Gründer der Nixdorf Computer AG und erfolgreichen Unternehmer Heinz Nixdorf ist das MuseumsForum gewidmet.

Früher diente das Gebäude an der Paderborner Fürstenallee als Verwaltungszentrale der Nixdorf Computer AG.

Im Jahre 1972 hatte der Architekt Hans Mohr das Gebäude nach den architektonischen Grundvorstellungen von Heinz Nixdorf entworfen.

Im Mittelpunkt des HNF steht der Mensch in seiner Beziehung zu Technik und Gesellschaft. In der Ausstellung werden die Auswirkungen der Informationstechnik aufgezeigt sowie die Herausforderung unseres Informationszeitalters wie Globalisierung, Vernetzung, Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechnik dargestellt und beschrieben.

In dem Museum wird die Kulturgeschichte der Informationstechnik in einer fünf Jahrtausende umspannenden Zeitreise von der Entstehung von Zahl und Schrift bis in das 21. Jahrhundert - von der Keilschrift bis zum Internet – dargestellt.

Schreibmaschinen und Lochkartenanlagen sind genauso zu sehen wie der C64, die ersten Handys oder aktuelle Roboter.

In drei Abschnitten wird die Geschichte der Informatik geschildert: Von zögerlichen Anfängen in der Antike bis zum Ende der handgefertigten Geräte, vom Beginn industrieller Fertigung von mechanischen Rechenmaschinen um 1890 bis zum gehäuften Auftreten der Programmierung um 1935, vom Aufkommen von formalen Sprachen und Algorithmen, von universellen Maschinen und elektronischen Schaltungen bis zur Formierung der Informatik als wissenschaftliche Disziplin etwa um 1960 bis heute.

Im Vordergrund stand heute für die Besucher eine etwa 90 Minuten dauernde Führung durch den seit dem 27.10.2018 geöffneten Ausstellungsbereich „Mensch, Roboter! Leben mit Künstlicher Intelligenz und Robotik“.

Im Alltag spielen Künstliche Intelligenz (kurz KI genannt) und Robotik eine immer größere Rolle. Das Verhältnis von Mensch und Maschine ist durch rasante technische Entwicklungen und Erfindungen geprägt.

Auf 550 Quadratmetern der Sonderausstellungsfläche können Besucher im Bereich „Mensch, Roboter!“ aktuelle Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) kennenlernen und erfahren, wie sich spektakuläre Roboter wie Beppo, Pepper, Aibo oder Cozmo bewegen, wie sie sehen, ob sie denken und fühlen können und wie sie selbstständig lernen.

Hier kann man nicht nur einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen erhalten, sondern  auch einiges ausprobieren.

In den neuen Ausstellungsbereichen wird eine Technologie vorgestellt, die unsere Zukunft bestimmen wird, aber bereits heute in unseren Alltag eingezogen ist. Millionen Menschen nutzen Alexa oder Siri, haben einen Staubsaugerroboter zuhause und sind gespannt auf selbstfahrende Autos.

Gegen eine KI kann „Vier gewinnt“ gespielt werden, Lernroboter können getestet werden oder man kann versuchen, eine Bilderkennung auszutricksen. Neben vielem anderen wie den Robotern Nao und Aibo sind auch einige bewährte Roboter weiterhin zu erleben. Dazu gehören Nadine, PETER und PETRA, Pepper und Avatar Max.

Der offiziellen Führung der Besuchergruppe folgte eine Pause, die von vielen zu einem Mittagsimbiss in der Kantine genutzt wurde.

Anschließend hatte jeder Teilnehmer ausreichend Zeit, nach eigenen Wünschen und Vorstellungen in den übrigen Ausstellungsräumen die Anfänge der Kulturgeschichte der Informationstechnik bis in die heutige Zeit aufzusuchen und auch einige ausgewählte Roboter zu testen.

Dabei begegneten ihnen u.a die beiden Roboter PETER und PETRA, die beide in kurzer Zeit zu Publikumslieblingen im weltgrößten Computermuseum geworden sind . Von ihnen wurden sie durch ausgewählte Ausstellungsbereiche geführt und erhielten dort von ihnen weitere Erläuterungen.

Besonderes Interesse der Besucher weckten aber auch unter vielen anderen Objekten:

  • die Tontafeln mit der darauf versehenen Keilschrift,

  • der im Jahre 1769 entwickelte automatische Schachspieler „Schachtürke“,

  • die Chiffriermaschine „Enigma“,

  • ein von Lochstreifen gesteuerter automatischer Webstuhl,

  • der von Zuse entwickelte Rechenautomat Z 1,

  • die erste automatische Vermittlungsstelle für Telefongespräche oder

  • der Universalrechner ENIAC (1. Röhrenrechner).

Mit vielen neuen Eindrücken kehrten die Besucher nach einem recht anstrengenden Museumsbesuch wieder heim.

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