Kurzbeschreibung

Das Projekt diente dem Ziel, ältere Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in den öffentlichen Raum und die deutsche Gesellschaft einzubeziehen, ihnen die Chance der Teilhabe zu ermöglichen. Es ging dabei einerseits um die Steigerung ihrer individuellen Lebensqualität und zum anderen um die Befähigung, ihre Verantwortungsrollen in der Förderung und Integration der Nachkommen wahrzunehmen.

In aufeinander aufbauenden Projektbausteinen wurden nach einer Phase der Recherche zunächst niedrigschwellige Kontaktangebote gemacht. Auf diese Weise sollte Vertrauen hergestellt und eine allgemeine Öffnung für neue Freizeitstrukturen und Beschäftigungen mit einfachen Lern- und Erlebnisräumen geschaffen werden. Dabei werden die sprachlichen und kulturellen Voraussetzungen berücksichtigt, die Lebensleistungen wertgeschätzt und den Bildungsbiographien entsprechend angesetzt. In weiteren Bausteinen wurde eine Verknüpfung von Bildungs- und Freizeitangebot und die Hinführung zu ehrenamtlicher Tätigkeit herbeigeführt.

Es war zudem Ziel, das Altersbild zu verändern, sodass über die konsumtive Freizeitbeschäftigung hinaus das Erlernen von Sprache, Kenntnissen zur (Informations-)Gesellschaft, sicheres Bewegen im öffentlichen Raum und bürgerschaftliches Engagement auch im Alter noch als sinnvoll und erstrebenswert erachtet werden.

  1. Baustein: Recherche, Reflexion und Bildung von fachlichen Grundlagen für konzeptionelle Weiterentwicklung und prozessbegleitende Auswertung
  2. Baustein: Start - Ansprache der Zielgruppe u. Gewinnung und Sensibilisierung  der KooperationspartnerInnen, d.h. der Einrichtungen für Ehrenamt
  3. Baustein: Vertrauen schaffen und niedrigschwellige Kontakt- und Begegnungsangebote in der Gruppe der MigrantInnen, die noch unter sich bleibt; Gruppenbildung zur Vermittlung von Sicherheit
  4. Baustein: punktuelle Zusammenführung mit ursprungsdeutschen SeniorInnen,  Aktivitäten mit Bildungscharakter
  5. Baustein: Einführung der Zielgruppe in Ehrenamtsfeldern und  -tätigkeiten mit anfänglicher Begleitung Bildungsimpulse durch Besuch von Einrichtungen
  6. Baustein: Erfahrungsaustausch, praxisbezogene, zum Ehrenamt passende Bildungsangebote
  7. Baustein: Verstetigung u. Weiterentwicklung, Praxistest zu den Erkenntnissen

In dem Projekt arbeitete eine türkischstämmige Koordinatorin, die von der Sozialplanerin der Stadt unterstützt wurde. Das Projekt erhielt zudem eine praxisnahe konzeptionelle Beratung durch eine Dipl.-Sozialpädagogin.

Die von den Zuwendungsgebern gewünschte wissenschaftliche Begleitung und Auswertung des Projektes wurde eingebracht durch die Promotion, die mit dem Projekt verknüpft ist.